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Der ersten Projektphase ist eine 1-Jährige Vorarbeit
vorangegangen. Dabei wurde Material über klassische und klassisch
aussehende moderne Yachten gesammelt. Ich las zum ersten Mal „Konstruktion
und Bau von Yachten“ von Prof.
Dieter Scharping. (Inzwischen ist dieses Buch zu meiner „Bibel“
geworden.) Dieses Buch benutze ich als Anleitung zur Konstruktion.
Alle Zeichnungen sind mit Hilfe von Becker-CAD entstanden. Dieses
Programm führt auch Flächenberechnungen auf Knopfdruck aus, was
die Arbeit enorm erleichtet.
Projektphase 1 - Vorentwurf
Zur Zeit sind folgende Arbeiten erfolgt:
-
Erarbeitung einer Konzeption
-
Skizzen: Seite, Deck, Einrichtung,
Segelplan
-
Lateralplan, Ruder, Kiel
-
Spantformen der Spanten 2 – 7 –
9
-
Spantarealkurve
-
Berechnungen: Verdrängung, Stabilität
bei 35° (Deckskante im Wasser)
-
Internetseite
Konkrete Ergebnisse können Sie als Exel-Datei herunterladen.
Es hat sehr viel Spass gemacht, die gesamte
eigene Segel-und Regattaerfahrung in ein Boot fliessen zu lassen.
Ich habe versucht ein Boot zu zeichnen, das in erster Linie die
Nachteile der alten L-6 aufhebt – grosse Lateralfläche, bescheidene Geschwindigkeit,
schlechte Stabilität und wenig Innenraum.
Das kann man durch den Leichtbau, grössere Breite und
Kurzkiel mit Bombe erreichen. Das Segeln mit dem Boot sollte in
erster Linie einfach sein und Spass machen. Das beeinflüsst die
Spantenform und den Lateralplan. Die vorderen Spanten haben eine parabolische
Form, die im Mittschiff und achtern – eine Kombination aus R-und
U-Form. Dadurch soll ein gutes Verhalten auf kurzer, steiler Welle
am Wind und bei achterlichen starken Winden – das Gleiten auf der
Welle erreicht werden. Mit dem Boot sollte nicht nur Regatta, sondern
auch Mal in den Urlaub gesegelt werden, daher ist die Ausbau tourentauglich
- viel Stauraum, Seefeste Kojen, grosse Nasszelle und Pantry. Viele
Details der Einrichtung werden in späteren Projektfasen noch ausgearbeitet.
Auf Rundungen und auf komplizierte Formen wird verzichtet, was
besonders beim Selbstbau hilfreich ist. Die technische Einrichtung
ist einfach gehalten. Soweit wie möglich – Handantrieb. Statt Bootsheizung
– Holzoffen. Es ist noch zu überlegen, wie ein Aussenborder in einer
Schacht alternativ zum Einbaudiesel unterzubringen ist. Das kann
die Yacht enorm verbilligen. Die Spantarealkurve ist mit Ordinaten
aus einigen Spantenflächen interpoliert. Daher kann ich keine Beurteilung
abgeben. Es ist einfach noch zu ungenau. Die überschlägige Stabilitätsrechnung
zeigt das die Deckskante bei Windstärke 7 mit Vollbesegelung bei
einem Krängungswinkel von 35° eintaucht. Das erscheint mir nicht
glaubwürdig. Aus Erfahrung refft man schon bei 4-5 Windstärken.
Eine konkrete Gewichtsrechnung in der nächsten Projektfase soll
hier die Klarheit schaffen.
Die nächsten Schritte: Linienriss, Gewichtsrechnung,
Stabilitätsrechnung. Dafür wird ein professionelles CAD-Programm
benötigt, das viel Geld kostet.
Im Februar 2003 besuchte ich die Klassenvereinigung L6 in
Sankt Petersburg und traf mich dort mit
dem Vorsitzenden Vadim Manukhin und mit dem Yachtdesigner Viktor Tchaikin. Es
fand ein konstruktiver Meinungsaustausch statt, deren Ergebnisse in den
nächsten Projektfasen berücksichtigt werden.
Projektphase 2
In der zweiten Projektphase entstand der Linienriss mit Hilfe eines
speziellen Strackprogramms. Das Strackprogramm konvertiert dann die Datei in ein Format, das von CAD-Software
gelesen werden kann. Es entstanden 5 vergleichbare Yachtrümpfe mit verschiedenen Hauptspantformen und LWL-
Längen. Diese Rümpfe wurden auf Wiederstand (Gerritsma) bei verschiedenen
Geschwindigkeiten optimiert. Daraus wurde der günstigste Rumpf gewählt.
Eine Stabilitätsrechnung wurde gemacht und Stabilitätskurve
erzeugt.
Für visuelle Darstellung des Rumpfes wurde eine WRML-Datei
erzeugt, die zusammen mit WRML-Viewer zum Download bereit steht. Mit Hilfe des Viewers kann man den
Rumpf aus verschiedenen Perspektiven betrachten, drehen, vergrössern u.s.w.
Projektphase 3 – Gewichtsrechnung.
Mitte Juli war es endlich so weit – wahrscheinlich die
längste und kniffeligste Arbeit – Gewichtsrechnen war erledigt. Dabei wurden
Material, Gewicht, Abmessungen der einzelnen Bauteile, sowie deren Platzierung
im Rumpf bestimmt. Parallel zur Berechnung zeichnete man mit, und so entstand
z.B. eine komplette Inneneinrichtung. Danach folgten Aufbau, Deck, Rigg, Motor, Tanks und andere
Systeme. Dabei ist man auf Informationen aus Katalogen der Hersteller
angewiesen. Viele Teile werden aus Erfahrung bestimmt oder von vergleichbaren
Konstruktionen abgeleitet. Nachdem alle Gewichte erfasst wurden, platzierte man
den Ballast. Danach folgte eine
Stabilitätsrechnung. Die erste Stabilitätsrechnung zeigte einen nicht ausreichenden
Stabilitätsumfang von 118°. Die CE-Norm verlangt aber mind. 120°. Dies war
darauf zurückzuführen, dass aus Gründen der Einfachheit alle Bauteile aus
massivem Sperrholz (SPH) berechnet wurden. Der einfachste Weg, mehr Stabilität
zu bekommen ist, den Ballast nach unten zu verlegen, also mehr Tiefgang. Das
ist nicht wünschenswert und nun hiesst es -
genau zu überlegen, wo man Gewicht einsparen könnte. Gewichtsersparnis kann man auch durch aufwendigere Kompositbauweise
erreichen, was allerdings auf Kosten der Einfachheit geschieht. Und somit wurden einige Elemente z.B. das
Deck, der Aufbau, einige Schotte und das Cockpit aus Sandwich (SPH + Schaum)
neu berechnet. Der Mast wurde vom Deck auf den Kiel gesetzt und ein dünneres
Profil ausgewählt. Einige dekorative Elemente aus Eiche mussten verschwinden
oder dünner ausfallen. Ein Kiel mit Bombe wurde gezeichnet und dessen
Gewichtsschwerpunkt bestimmt. Der Tiefgang musste um 10 cm auf 1,95 m
vergrössert werden. Alle Massnahmen führten dazu, dass die neue Stabilitätsrechnung
positiv ausfiel. Der Stabilitätsumfang vergrösserte sich auf 127° ohne Deck und Aufbauten. Der max. Hebelarm ist 0,74 m und wird bei 54°
Krängung erreicht.
Folgende Schlussfolgerungen wurden gemacht:
-
Will man einen schlanken Kreuzer mit guten
Segeleigenschaften und mit begrenztem Tiefgang bauen, muss man auf massive und
einfache Bauweise sowie auf Schnick-Schnack verzichten und Kompositbauweise
anwenden.
-
Ein Ballastkiel mit Bombe ist notwendig, noch besser
währe ein Hubkiel.
-
Für Selbstbauer ist ein relativ breites Boot
einfacher zu bauen, weil man massiv bauen kann ohne dabei zu sehr auf Gewicht
zu achten.
Zum Download steht eine vereinfachte EXEL-Tabelle mit Gewichten, die in Gruppen zusammengefasst
wurden, sowie ein Stabilitätsdiagramm bereit.
Projektphase 4 – Festigkeit der Konstruktion.
In dieser Projektphase, die bis Ende Oktober dauerte, wurden
Abmessungen, Stärke und Material für einzelne, besonders belastete Teile des
Bootes bestimmt. Berechnet wurde Kielaufhängung, Aussenhaut, Schotte, Stringer,
Deck, Aufbauten, Rigg, Ruder, Püttinge. Es existieren einige
Berechnungsverfahren, z.B. von Germanischen Lloyd oder von ABS (American Bureau
of Shipping oder Nordic boat standarts (NBS). Diese Verfahren eignen sich für
moderne Leichtbauten nur bedingt. Ein Schott nach GL wurde z.B. 30 mm dick
berechnet, nach ABS – nur 15mm. Also musste ich alle Verfahren parallel
benutzen und mehrfach umrechnen. Aufgrund der Berechnungen wurden folgende
Änderungen im Projekt gemacht: Eine zusätzliche Bodenwrange für den Fall einer
Grundberührung mit hoher Geschwindigkeit, sowie 2 Ramenspanten wurden zugefügt,
Anzahl der Kielbolzen wurde vergrössert, der Stringer im Vorschiff wurde
verlängert, die Aussenhaut bekam eine GFK-Lage mehr. Das Deck wurde leichter, da die Decksbalken dünner berechnet
wurden, allerdings kamen 2 Balken dazu. Das Hauptschott wurde als Sandwich aus
SPH und Schaum berechnet. Das Rigg wurde zweimal berechnet – nach Sparkman
& Steffens Verfahren, sowie auch nach NBS-Verfahren. Die Methode von NBS ist aufwendiger, erlaubte
aber mehr Optimierung und somit wurde ein dünneres Profil für den Mast
berechnet. Abschliessend muss man sagen, dass Festigkeitsberechnung sehr viel
Zeit in Anspruch nimmt und eine Fummelarbeit ist, die viel Geduld verlangt. Als
Lohn bekommt man ein gutes Gefühl dass das Boot sicher ist und es hilft auch in
einigen Fällen das Gewicht zu sparen.
Projektphase 5 – Kiel und Ruder.
Kiel und Ruder müssen hydrodynamisch effektiv arbeiten. Das
bedeutet, dass sie viel Auftrieb und wenig Widerstand erzeugen müssen. Also habe ich mehrere NACA – Profile auf reale Verhältnisse umgerechnet und miteinander
verglichen. Danach wurde der Kiel mit
Hilfe des Programms SurfaceWorks in 3D modelliert. Eine grosse Hilfe dabei hat
Herr Reinhard Siegel von der Firma Yacht Design Software geleistet.
Zum Download steht ein
Polarschaubild, das die
Effektivität der verschiedenen Ruderprofile darstellt, sowie auch
eine WRML-Datei mit dem Kielmodell bereit. Diese WRML-Datei kann mit WRML-Viewer betrachtet werden, dazu muss man
im Viewer unter „Render“ die Option Wireframe einschalten. Viel Spass !
Projektphase 6 – Konzeption der Bordsysteme.
Im Vergleich zur der alten L6, die ihr Wasservorrat in
Alu-Behältern mit einer Tauchdose in der Bilge fuhr, haben moderne Yachten
komplexe Bordsysteme die dem Komfort zuhause im Nichts nachstehen. Allerdings sind hochmoderne Systeme
teuer und reparaturanfällig. Der Wunsch, alles an Bord
per Knopfdruck zu steuern fordert die Installation vieler Antriebe und
zusätzlicher Stromquellen, dies führt wiederum zu einer Verteuerung. Z.B. weit
verbreitete elektrische Druckpumpen in Waschräumen und im Pantrybereich
versagen meistens schon nach 2 Jahren und benötigen teuere Ersatzteile und aufwändige Reparaturen. Ausserdem ist der
begrenzte Wasservorrat an Bord mit diesen Pumpen ruckzuck abgepumpt. Eine
Fusspumpe bedarf, meiner Erfahrung nach, eine Reparatur erst in ca. 10 Jahren,
ausserdem ist sie leise, das Wasser lässt sich gut dosieren, und kosten - tut
sie nur die Hälfte – ein schlechtes Geschäft für die Yachtindustrie! Keiner
muss heute auf Komfort an Bord verzichten, den das Komfort lässt sich auch mit
vernünftigeren und billigeren Mitteln herstellen.
Bei der Konzeption der Bordsysteme habe ich zahlreiche „Palstek“-Ausgaben studiert. Interessant
waren vor allem angebotene Alternativen und Erfahrungsberichte.
Folgende Systeme wurden konzipiert, gezeichnet und am Ende wurde
eine Stückliste mit Preisen aus den bekannten Yacht-Katalogen erstellt:
Lenzsystem, Trinkwassersystem, Fäkaliensystem, Lüftung und Heizung, elektrische
Anlage, Navigation, Gasanlage, Kühlanlage. Einen besonderen Posten nimmt der
Motor und seine Systeme ein: Kraftstoffsystem, Kühlsystem, Abgasanlage,
Steuerung und Überwachung. Auch der Propeller wurde in dieser Phase
dimensioniert.
Um einige Einzelheiten zu nennen: Trinkwasserversorgung mit
zwei a 110 L Wassertanks und zwei Fusspumpen; Lenzsystem mit zwei Hand-und
einer elektrischen Pumpe. Elektrisches System besteht unter anderem aus 3
Batterien mit insgesamt 210 Ah, aus einem
IoUo-Ladegerät, aus einer Hauptschalttafel mit Sicherungsautomaten für jeden
Stromkreis und aus einem Landanschluss. In den Kabinen sind 17 Leuchten
installiert, im Saling-Bereich - eine Decksbeleuchtung. Der Hilfsmotor Vetus
mit Zweikreiskühlung treibt mit 25 PS einen Faltpropeller über eine
Wellenanlage. Der Kraftstofftank misst 80 L. Ein Fäkalientank sowie die Gasanlage
mit einem zweiflammigen Herd sind vorschrifftsgemäss installiert. Eine Kühlbox
mit Kühlkompressor und einem Holzofen verbessern den Komfort an Bord. Die
Navigatiosnanlage besteht aus einem elektronischen Log, aus einem Echolot, aus
einfachem GPS, aus zwei Kompen und aus einer UKW-Seefunkanlage. Ein CD-Radio
mit UKW, KW und LW-Empfang ist auch dabei.
Es lag nahe, parallel zur Konzeption eine Stückliste zu
erstellen und diese mit Preisen aus bekannten Katalogen der Yachtausrüster zu
versehen. Somit belaufen sich die reinen Materialkosten für alle o.g. Systeme
auf € 14500,- inckl. MwStr. Die Kosten zu senken gelänge durch Einsatz von
heimischen (russischen) Materialien und durch Mengenrabatte im Falle einer
Serienproduktion.
Projektphase 7 - Baukosten und Zeitaufwand.
Was könnte SOL-6
tatsächlich kosten? Diese wichtige Frage versuchte ich in dieser Phase zu
beantworten. Ausserdem wurde der Zeitaufwand für den Bau berechnet. Dabei
stützte ich mich auf Informationen aus
Katalogen der Yachtausrüster und der Baustofflieferanten. Fachbücher und
Berichten von Hobbybootsbauern gaben die erste Vorstellung – wie viel Zeit der
Bau in Anspruch nehmen kann.
Zuerst wurden alle Teile,
den Gruppen nach, in einer Exel-Tabelle erfasst und der günstigste Lieferant
ausgesucht. Alle Schiffssysteme wurden schon in der Phase 6 gleichermassen
behandelt, also habe ich diese Tabelle fortgesetzt. Soweit es geht habe ich
versucht Teile aus russischer Produktion einzubeziehen, allerdings ohne
Kompromisse in Sachen Qualität zu machen. Fast alle Teile des Rumpfes wurden
schon früher bei der Gewichtsrechnung bestimmt, man musste sich nur noch
überlegen – wie man einzelne Teile auf Sperrholzplatten so platziert, dass der
Verschnitt am geringsten bleibt. Diese Aufgabe wurde mit einem CAD-Programm
gelöst.
Der Zeitaufwand wurde für
ein Team aus 5 Personen berechnet. Dabei übernimmt eine Person
Organisation und Ingeneering, während 4
andere - Bootsbauer sind. Diese Konstellation ist sowohl für eine kleine Werft als auch für
Hobbybootsbauer realistisch. Ein Teil der Arbeit könnte man an Fachleute
vergeben um Zeit zu sparen. Die
benötigte Zeit würde 11,0 Monate betragen. Die berechnete Zeit setzt den
Einsatz elektrischer Wergzeuge sowie teilweise Vacuum-Technologie voraus. Im
Falle einer Werft mit gelernten Bootsbauern lässt sich die Zeit bestimmt noch
verkürzen. Hobbybauer würden etwas mehr Zeit benötigen. Noch zu berücksichtigen
ist, dass für den Bau Nr. 1 mehr Zeit- und Materialaufwand wegen evtl. Fehler
einzuberechnen.
Da der Design des Bootes
sich von der Skizze in der ersten Phase stark unterscheidet, biete ich die
entgültige Variante zum download an. Die Datei kann bequem mit einem DFW-Viewer
(steht separat zum download bereit) angesehen werden, dabei kann man die
Zeichnung beliebig vergrössern und verschieben. Um die Sprache zu verändern
muss man unter View – Layers das Glübirnen-Symbol entsprechend aktivieren, bzw.
deaktivieren. Ausserdem steht eine vereinfachte Tabelle mit einer
Kostenrechnung fürs Material zur Verfügung.
Projektphase 8 – Bewertung der
Konstruktion, VPP
Es ist möglich ein Boot
anhand der dimensionslosen Parametern zu bewerten und daraus zu erwartende
Segeleigenschaften zu vorhersagen, jedoch kann man nicht genau sagen, wie
schnell das Boot auf einem bestimmten Kurs läuft. Um dies zu ermöglichen wurden Programme zur
Geschwindigkeitsvorhersage entwickelt. Mit Hilfe des VPP- Programms aus einer US-Uni wurde die Geschwindigkeit von SOL-6 bei 5
verschiedenen Windstärken berechnet. Ein Diagram mit Ergebnissen steht zum
Download bereit.
Eine Auswertung anhand der
dimensionslosen Parametern ist unten aufgeführt.
|
Parameter
|
Wert SOL-6
|
Bezeichnung
|
Interwal
|
Kommentar
|
|
MAK
|
0,63
|
Materialkonstante
|
<0,9
|
Leichtbau
|
|
CSA
|
4,20
|
Segelfläche / Benetzte
Rumpffläche
|
3-4
|
Racer
|
|
CAV
|
5,24
|
ÖSegelfläche
/ ³ÖVerdrängung
|
4-6
|
Cruiser-Racer
|
|
CWP
|
0,7
|
Völligkeitsgrad der Lwl
|
0,6-0,8
|
völligeres Achterschiff
|
|
CMr
|
0,769
|
Völligkeitsgrad der
Hauptspantfläche, Rumpf ohne Kiel
|
0,32-0,8
|
völligeres Hauptspant,
erhöhter Widerstand
|
|
CPr
|
0,541
|
Zylinderkoeffizient,
Rumpf ohne Kiel
|
0,5-0,7
|
guter Seekreuzer
|
|
CDL
|
6,27
|
Verdrängungs/Längen-Verhältnis
|
6-10
|
Leichtbau
|
|
CLV
|
5,47
|
Längen-Volumen-Verhältnis
|
4,5-6,5
|
Cruiser-Racer
|
Die aus der Tabelle
ersichtliche Tendenz zeigt klar, dass
SOL-6 eine leichte und schnelle Yacht ist, dennoch keine Rennziege. Dies
bestätigen auch die VPP- Berechnungen. Z.B. bei 5 Windstärken segelt das Boot
am Wind mit beinahe 7 Kn, während vorm Wind mit Spinnaker – mit über 9 Kn.
Aufgrund
der Berechnungen
wurde die Genuafläche vergrössert und erreichte max. erlaubte
Grösse von 150%. Diese Fläche wird nur bei schwachen Winden
benötigt. Ansonsten ist man mit dem Fock ausreichend besgelt.
Projektphase 9 – Baupläne,
Dokumentation
Das Anfertigen der
Baupläne kann eine lange, fast
unendliche Geschichte werden, denn man möchte nichts dem Zufall überlassen und
alle wichtige Merkmale auf dem Papier festhalten.
Die Baupläne beinhalten
mehrere Zeichnungen nach ISO-Norm von A0 bis A4. Die Zeichnungen mit
umfangreichen Details und Ausrüstungen enthalten Spezifikationen in
tabellarischer Form. Eine Baubeschreibung und eine Aufmaßtabelle gehören auch
zum Lieferumfang. Die komplette Baudokumentation ist in deutsch oder russisch
erhältlich und kann gegen eine Kostenbeteiligung von 350,- Euro zugesandt
werden.
Gezeichnet wurde Version 1
- mit Festkiel und 6 Kojen. Es ist durchaus denkbar einige Merkmale z.B. die
Inneneinrichtung zu verändern, und sie entsprechend dem Kundenwunsch
anzupassen, oder eine Version mit Hubkiel zu entwerfen. Aber diese sehr interessante Aufgaben würden
den Rahmen des Projektes sprengen.
Sobald ein Bedarf dafür entsteht,
werde ich mich damit befassen und das Projekt vervollständigen.
In dieser Phase endet das
Projekt. Über die logische Fortsetzung – den Bau, wird zur Zeit nachgedacht. Man sucht einen
geeigneten Standort in Deutschland und in Russland, sowie fähige Partner,
möglichst mit entspr. Berufserfahrung. Es ist möglich eine Kooperation
zwischen russischen und deutschen
Partnern aufzubauen, um die Yacht günstig bauen zu können.
Über den Baubeginn wird
extra berichtet. Geplant ist eine neue Internetseite, die dem Bau gewidmet sein
wird. Diese Seite soll über angewandte Technologien informieren und einen
Erfahrungsaustausch ermöglichen.
Ausserdem wird es möglich sein, das Baumaterial und die Ausrüstung über diese
Seite zu bestellen.
Auf der Download-Seite
steht ein Verzeichnis mit Bauplänen, eine Baubeschreibung und eine Zeichnung –
der Generalplan zur Verfügung. Den
Generalplan kann man bequem mit einem DFW-Viewer (steht separat zum download
bereit) betrachten, dabei können Zeichnungen beliebig vergrössert oder
verschoben werden. Um die Sprache zu wählen muss man unter View – Layers das
Glübirnen-Symbol entsprechend aktivieren, bzw. deaktivieren.
An dieser Stelle möchte
ich mich bei allen Interessenten und Mithelfer herzlich bedanken.
Hoffe - bis bald!
Wladimir Lipp
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